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Audax Randonneurs Allemagne

Chronik des Audax Randonneurs Allemagne

Autor: Claus Czycholl

PROLOG

 

Klaus CzychollAlles hat einen Ausgangspunkt und dieser lag so Mitte der 80er Jahren. Bis dahin reichen die Wurzeln der heutigen AUDAX RANDONNEURS ALLEMAGNE. In dieser Zeit sind auf ausgedehnten Radtouren in Skandinavien, Zentral- und Südeuropa und den USA emotionale und sportliche Spuren gelegt worden. Mein Motto: „ Folge deinem eigenen Weg “. Wer kennt nicht das Gefühl der grenzenlosen Freiheit auf dem Rad ? Das Erlebnis! Wer fuhr schon mal alleine 300km am Stück durch die Weiten Skandinaviens oder der USA? Diese Erfahrungen prägten! Ist das Sport, Abenteuer oder schon Randonneur? Diese Fragen stellten sich schon. Mitte der 80er traf ich dann auch Andreas Horscht aus Düsseldorf in Norwegen, der heute zum Urgestein der deutschen Randonneure-Szene zählt; er hatte was von einem “ungezügelten“ verwegenen Randonneur - einem „Vagabund“ auf Rädern.

Andreas zählt wie auch Peter Wylach zu denen, die mit dem Rad auch sehr, sehr viel vor hatten. Mit allen verbindet mich eine über 15 jährige aktive Randonneur - Freundschaft. Peter Wylach, der später auch ARA-Organisator wird, erwähne ich extra. Nur sehr wenige Randonneure in Deutschland verfügen über so viel BRM Erfahrungen wie er; ich verdanke ihm sehr viel. Mit Peter Wylach teile ich zahllose gemeinsame Randonneur–Erlebnisse die ich nie vergessen werde, u.a. 3 mal PBP, 7 mal 1000km BRM; von gut 20 mal den Super Randonneur habe ich mindestens 12 mit ihm gemacht, dazu mehrere Flèches u.v.m. Peter gehört weltweit zu den wenigen, die auch einen 2000km BRM gefahren haben. Bon Courage, Peter.

Peter Wylach / Randonneur-Veteran

Das Marathonlaufen kam hinzu, wo man schon mal seine Grenzen spürte. Am stärksten prägten mich aber die verschiedenen skandinavischen Randonneure, ihre Charaktere und ihre Einstellung zum randonneurmäßigen Brevetfahren. Ein anderer Charakter, nationaler und internationaler Rad-Marathons die ich im Verlauf auch kennenlernte, entsprachen in letzter Konsequenz nicht meiner Philosophie und Vorstellungen vom Radfahren. Am nachhaltigsten haben mich die verschiedenen Randonneurtypen und die gemeinsamen Brevet-Erlebnisse geprägt und fasziniert. Viele Randonneure, die sich an den Brevets beteiligt haben und weiter beteiligen, kommen oft von vergleichbaren sportlichen Erlebnishintergründen zu den Randonneuren, weniger der reine Wettkampftyp.

Kompetenz und Einstellung finden sich auch bei allen ARA-Organisatoren heute wieder- der sportlich Ambitionierte hat auch seinen Platz bei den Randonneuren. Darum wissen wir es einzuordnen, wenn von Langstrecke, Ultralangstrecke, Extremsport gesprochen wird. Wir Randonneure sind manchmal recht extrem und bewältigen dann riesige Distanzen auf dem Rad bei unseren Brevets. Distanzen von 200 bis 1200+ km - ohne Serviceteams und Materialwagen, das ist ein unvergleichliches nachhaltigeres Erlebnis, wie es bei durchorganisierten Radveranstaltung möglich ist. Diese Erkenntnis ist eine wichtige Säule unseres Sports. Denn RANDONNEURSEIN ist mehr als Radfahren, es ist eine Lebenshaltung und eine Hommage an die Lust und das Leiden beim Radfahren. Leidenschaft ist ein Teil unserer Identität. Das nun seit fast 2 Jahrzehnten als Randonneur und Organisator. Durch unsere organisatorische Tätigkeit in ARA und der Randonneurs Mondiaux wollen wir einen Teil davon in die Radwelt transportieren.

RANDONNEUR-MÄNNCHEN

hat dem Audax Randonneurs Allemagne Pate gestanden.

Auf dem ersten Blick hat es was ANACHRONISTISCHES ( gegen den Zeitgeist ), und scheint nicht in die moderne Radwelt zu passen. Es entspricht nicht dem gängigen Bild eines Rennradfahrers. Dem Erscheinungsbild nach steht es eher einem Radfahrer aus vergangener Zeiten - den Anfängen des Radfahrens - nahe. Das stilisierte Randonneur-Männchen vereint in sich Radsportgeschichte; mehr als andere dargestellte Radfahrer der Gegenwart. Es ist trendy, denn Randonneure sind heute trendy! Das Anwachsen der Randonneur-Bewegung ist Ausdruck einer Gegenbewegung, die dem zunehmenden Kommerz im Radsport ein Stück Ursprünglichkeit zurück geben will. Wir orientieren uns nicht am System „schneller“, „besser“, „teurer“ oder mehr Perfektionierung. Der Randonneur entspricht in Ausrüstung und Wesen nicht dem klassischen Rennradfahrer, sondern eher dem des Pioniers. Der stilisierte Radfahrer ist das ARA Logo. Das Logo signalisiert dem Betrachter, dass es sich um keinen alltäglichen Radfahrertyp handelt. Damit können wir uns identifizieren. Wir sind auch nicht alltäglich.

Es hat was VERWEGENES, TYPISCHES, GESCHICHTLICHES. Was Typisches, was nur ein verwegener Randonneur richtig verstehen kann. Wer sich mit der Geschichte des Radfahrens auseinandersetzt, landet vielleicht irgendwann bei diesem „Typ Radfahrer“ und dann auch bei Paris-Brest-Paris. Reift bei einem der Wunsch, einmal im Leben PARIS-BREST-PARIS fahren zu wollen, so wird er ganz nebenbei auf die Audax Randonneurs Allemagne stoßen. Hier wird er die BREVET-ERFAHRUNGEN sammeln können, die ihn befähigen, auch PBP zu schaffen. Mit der zunehmenden Erfahrung kommt die Leidenschaft fürs Langstreckenfahren hinzu, die nötig ist, um PBP zu bewältigen. Müdigkeit und Energielosigkeit, Zweifel und Resignation gehören dazu wie die Entschlossenheit und der Mut, die 1200km mehr oder weniger „nonstop“ fahren zu wollen. Ein RANDONNEUR wird sich irgend einmal in dem „RANDONNEUR- MÄNNCHEN“ wiederfinden und sich identifizieren können.

Es schult wieder alle Sinne, bereitet u.a. auf PBP vor und vermittelt unvergessliche Naturerlebnisse, die gepaart sind mit ganz persönlichen Erlebnissen. Man gewinnt Freunde hinzu, die aus dem „gleichen Holz geschnitzt“ sind.

 

Die Nacht zählt zu den Besonderheiten beim Brevetfahren …

Fotos: Armin Quante, 400km BRM – Hamburg


AUDAX RANDONNEUR

Audax Randonneur - das steht für verwegene Radfahrer. Ihre Vorbilder sind die Pioniere der Langstrecke. Das ist ein französisches Wort und steht u.a. auch für Wandergeselle/ Vagabund - auf dem Rad - ein Langstreckenradfahrer wie wir es verstehen. Sein Wesen ist bestimmt durch seine Haltung zur Unabhängigkeit, Selbstständigkeit, seinen Mut und seine Verwegenheit beim Radfahren.

Hier fährt Charles Terront, der Gewinner des ersten Paris-Brest-Paris von 1891, bei dem ersten 1200km Rennen. Einer der ältesten Audax Clubs der Welt, der AUDAX CLUB PARISIEN (ACP) v.1904, steht in der Tradition von Paris-Brest-Paris. Dieser Audax Club Parisien gibt den Randonneuren feste Strukturen, Prinzipien und Regeln „an die Hand“, wie sie die riesigen Distanzen vom 200 bis 1200 km + ganz ohne Unterstützung von Begleitfahrzeugen bewältigen müssen. Denn auf diesen langen Distanzen (Brevet) ist ein Randonneur zuhause. Ein Zeitfenster und eine Kontrollkarte die HOMOLOGATION gehören zum Wesen eines RM Brevets dazu.


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Er nennt sie BREVET, was so viel heißt wie: Prüfung oder Diplom. Audax Randonneurs Allemagne (ARA) ist eine vom AUDAX CLUB PARISIEN autorisierte Langstreckenradfahrer-Vereinigung mit „not-for-profit character“ und ebenfalls Mitglied der RANDONNEURS MONDIAUX (LM). Das ist die Organisation der internationalen Randonneure im Weltverband.

 

 

LES RANDONNEURS MONDIAUX

Öffnet externen  Link in neuem FensterRandonneurs Mondiaux (RM) ist eine „Creation“ des AUDAX CLUB PARISIEN; diese existiert seit 1983. Randonneurs Mondiaux ist der Weltverband der Langstreckenfahrer, er überwacht und homologisiert u.a. alle 1200km + BRM weltweit, die außerhalb Paris-Brest-Paris veranstaltet werden. Es gibt einen Präsidenten, der von der RM Versammlung bestimmt wird und der die Arbeit koordiniert und verwaltet. Neben den Initiativländern Frankreich, Belgien, Holland, Spanien, USA, Australien, England, Kanada und Schweden zählen heute ca. 30 Mitgliedsnationen dazu. Deutschland zählt seit 1992 unter dem Namen Audax Randonneurs Allemagne (ARA) dazu.

WISSEN UND NICHT VERGESSEN

AUDAX CLUB PARISIEN (ACP)

Ohne das historische Radsportereignis Paris-Brest-Paris von 1891 und den AUDAX CLUB PARISIEN von 1904 wäre das, was wir heute Audax Randonneurs in Deutschland nennen, gar nicht denkbar.

Die Begriffe RANDONNEURS MONDIAUX (RM), BREVET RANDONNEURS MONDIAUX (BRM), AUDAX CLUB PARISIEN (ACP), PARIS-BREST-PARIS Randonneur sind Trademarks und geschützt.

Charles Terront mit seinem englischen Trainer H. O. Duncan. (Sieger einer inoffiziellen Hochrad-Weltmeisterschaft im Jahre 1886)
Charles Terront mit seinem englischen Trainer H. O. Duncan. (Sieger einer inoffiziellen Hochrad-Weltmeisterschaft im Jahre 1886)

Paris-Brest-Paris 1891

RÜCKBLICK - EINE KLEINE ZEITREISE

Entwicklungsphasen ARA

0. 1986 bis 1991

1. Phase 1991 bis 1995

2. Phase 1996 bis 1999

3. Phase 2000

4. Phase 2001 bis 2003

5. Phase 2004 bis 2007

6. Phase 2008 bis 2011

Wie ist Audax Randonneurs Allemagne entstanden und wie hat die Randonneur-Bewegung in Deutschland sich entwickelt ?


FACTS

Das Laufen, speziell das Marathonlaufen hatte in den 80 Jahren schon Konjunktur und forderte auch mich 10 mal heraus. Marathonlaufen im In-und Ausland gaben die Ausdauergrundlage späterer Radmarathons und BREVETS.

 

1986
Erste Information über Paris-Brest-Paris durch den Schweden Tell HERMANSON bei einem Radmarathon in Finnland. Der BDR und die Zeitschrift tour verfügen über keinerlei Information, eine schriftliche Anfrage war negativ.

 

Wer sich selbst finden will, darf andere nicht nach dem Weg fragen.

(Paul Watzlawik, Philosoph, Therapeut, Autor)

1989
Kontakt zu Jean-Claude MUZELLEC, dem damaligen Präsidenten der RANDONNEURS MONDIAUX und 8-fachen PBP-Veteran aus Schweden.

1990 – 91
Weitere Begegnungen mit PBP- Veteranen Ingvar HANSSON, Bo Einar ERIKSSON und Ulf SANDBERG in Skandinavien und Kennenlernen der Prinzipien der Randonneure. Kennenlernen von Ulf Roeper in Hamburg.


Randonneur - Portemonnaie (Beutel) von meinem Freund Ulf Sandberg aus Schweden, das 7 x PBP mitgemacht hat!

RM BREVETS in Hamburg und ARA Kontinuität

Aus einer individuellen Initiative und dem leidenschaftlichen Eintreten für das randonneurmäßige, verwegene Langstreckenradfahren ist 1992 in Deutschland Audax Randonneurs Allemagne (ARA) in Übereinstimmung mit dem Audax Club Parisien in Hamburg gegründet worden. In der Folge sind die ersten BREVETS RANDONNEURS MONDIAUX in Deutschland organisiert worden. Von Hamburg aus ist der sprichwörtliche „Stein (Rad) ins Rollen“ gebracht worden. Die Brevets Randonneurs Mondiaux sind etwas völlig Neues in Deutschland gewesen und haben vielen Radfahrern eine zusätzliche Dimension vom Radfahren aufgezeigt. Namen wie Martin Radwanski, Claus Czycholl, Ulf Roeper, Wolfgang Kulow, Christian Rakob, Matthias Brügel, Peter Wylach, Christoph Hammann, Dr. Reiner Medlin, Bert Pose, Jörgen Nielsen, Johannes Christiansen, Götz Rosowski, Jens Egon Jensen gehören zu den ersten BRM Randonneuren in Deutschland. Den ersten 600er RM Brevet fuhr ich alleine mit Wolfgang Kulow aus Heiligenhafen / Lensahn -Ostholstein.

Unbestreitbar war und ist Paris-Brest-Paris Randonneur Motor und Motivation. Heute sind in Deutschland an 12 Startorten, von der Küste bis zu den Alpen, ARA-Organisatoren tätig, die die BRM organisieren und populär machen. Die „Geburtshelfer“ und Wegebegleiter der heutigen Organisation Audax Randonneurs Allemagne sind und waren alle aktiven Randonneure, die sich seit ihrem Bestehen aktiv beteiligt haben. Sie alle haben mitgeholfen, durch ihre Arbeit sowie durch die Teilnahme an den Brevets, ARA aufzubauen und bekannt zumachen.

Verschiedene Abschnitte der noch kurzen ARA Geschichte werden in Folgendem dargestellt.

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ARA ORGANISATIONS-TEAM

Die Väter und Mütter der heutigen ARA sind mehrere, ohne sie wäre die Kontinuität und Ausbreitung in Deutschland über den langen Zeitraum in dem Maße nicht möglich geworden. Zu diesen Personen zählen:

Hermanson, Tell, IF Fredrikshof, Stockholm 1986

Muzellec, Jean-Claude, Suede, Audax Nordique 1989 RM Präsident,

Hannsson, Ingvar, Suede, Audax Nordique 1991,

Krogh, Helge, Audax Randonneurs Dänemark 1991,

Kristiansen, Johannes, Audax Randonneurs Dänemark 1991

Lepertel, Robert et Suzanne, Audax Club Parisien France 1992,

Gualbert Audax Club Parisien,

Theobald, Pierre, Audax Club Parisien,

Faburel, Jean-Gualbert, Audax Club Parisien,

Wylach, Peter, Geltow, ARA Berlin/Brandenburg 19(93)-97,

Kalkofen, Richard, Buchholz b. Hamburg, Audax Randonneurs Allememagne 1999,

Weimann, Karl und Heidi, Pappenheim, ARA Nordbayern 2000,

Amann, Jürgen, München, ARA München. 2000,

Roeper, Ulf Kummerfeld b. Hamburg 1991,

Czycholl, Claus und Auli, Hamburg, Audax Randonneurs Allemagne 1991,

Grawe, Michael, Dülmen 2000,

Kirschner, Martin, Gießen, ARA Hessen 2001,

Kienert, Carsten, Rheinfelden, ARA Südschwarzwald,

Koth, Michael, Viersen ARA Niederrhein 2002,

Dr. Paffrath, Rainer, Brühl, ARA Köln Bergisches Land 2003,

Krohne, Uwe, Hess. Oldendorf, ARA- Weserbergland 2004,

Ascheberg v., Christian, Wolfenbüttel, ARA- Niedersachsen 2004,

Hilgers, Olaf, Altenbach, ARA –Sachsen 2004,

Linder, Jörg, Baden-Baden / Rastatt, ARA-Baden Württemberg 2004,

Rakers, Bernd, Lohne, - ARA- Emsland 2004,

Omlo, John, 2004,

Stefan Landtau, Kiel ARA-Schleswig-Holstein 2004,

Beyreuther, Jörg, Unterwössen, ARA Südbayern 2006

 

 

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ARA ZEITSTRAHL 1991–2008

1991 Eine legendäre Strecke: Paris-Brest-Paris

Vom 26. bis 30. August 1991 kamen wieder 3273 Randonneure zum legendären „Rennen“ Paris-Brest-Paris Randonneur, das zum 12. Mal ausgetragen wurde. Diese 1200km lange, schwere Fahrt hat 1891 zum erstenmal stattgefunden.

Seitdem kommen alle vier Jahre Langstreckensportler aller Altersgruppen aus aller Herren Länder (20 Nationen). Aus ganz Europa so wie Russland, Japan und Afrika, aber auch aus Australien und den Vereinigten Staaten kommen Randonneure, um auf der gnadenlosen Strecke ihre Leistungen zu messen. Die klassische Strecke ist heute kein Rennen mehr, sondern ein Brevet des Audax Club Parisien; jedem Teilnehmer wird daran liegen, die bestmögliche Zeit zu fahren und 90 Stunden zu unterbieten, die als maximale Zeit gelten. Dieses ist für Randonneure aus aller Welt eine individuelle Zielsetzung, aber auch ein großer Augenblick der Freundschaft und gegenseitigen Unterstützung. Ulf Roeper aus Kummerfeld bei Hamburg und der Hamburger Claus Czycholl nehmen 1991 als erste Deutsche an PARIS-BREST-PARIS Randonneur teil und finishen erfolgreich.


Uli Röper und Claus Czycholl

 

Paris-Brest-Paris heißt aber auch nachts zu fahren und verlangt eine gute und solide Vorbereitung (Qualifikation). Ihre Qualifikationen absolvierten sie in Skandinavien.

Andreas Gruner aus Karlsruhe, der in der Kategorie Paris-Brest-Paris Audax im geschlossenen Verband mit 220 Teilnehmern teilnahm, finisht ebenfalls.


Medaille beim 100jährigen Paris-Brest-Paris
Medaille beim 100jährigen Paris-Brest-Paris

Zum 100-jährigen Jubiläum fanden PBP Audax und PBP Randonneur gleichzeitig statt. Die erste Teilnahme von Claus Czycholl löste bei ihm die Initialzündung für die spätere Gründung der Audax Randonneurs Allemagne aus. Als Person schließe ich mich der Audax Nordique an. (DK, S, N und FI)

 

1992

Besuch des AUDAX CLUB PARISIEN in Hamburg durch den ACP Präsidenten Robert Lepertel mit seiner Frau Suzanne. AUDAX RANDONNEURS ALLEMAGNE wird initiiert. Der Beginn der BRM in Deutschland.

… wer Freunde finden will die aus dem „gleichen Holz geschnitzt“ sind,
wird sie bei der Audax Randonneurs Allemagne finden können…

1993

Aufnahme in RANDONNEURS MONDIAUX (Weltverband der Langstrecken Radfahrer), Organisation der ersten deutschen Super Randonneur-Serie (200, 300, 400 und 600km) nach französischem Vorbild in Hamburg.

1994

zweite SUPER RANDONNEUR-Serie in Hamburg.


1995 13e Paris-Brest-Paris

Zum 2. Mal nehmen Deutsche an PARIS-BREST-PARIS Randonneur teil. ARA organisiert 2 mal die Super Randonneur-Serie (200 bis 600km) als Vorbereitung für PBP in Hamburg. Die ersten deutschen PBP-Qualifikations-Brevets wurden ein Erfolg. Hamburg wird „Mekka“ der Langstreckenszene in Deutschland. Der Kreis der Paris-Brest-Paris Absolventen in Deutschland erweiterte sich, die Finisher: Andreas Horscht, Wilfried Föhl, Albert Kratzer, Karl Weimann, Michael Wiegand, Jürgen Amann, Peter Goldmann, Hermine Stampa-Rabe, Bert Pose, Peter Wylach, Bernhard Schlegel, Dieter Singer, Gerd Dalchow, Michael Nassauer, Thoralt Neumann, Christoph Hammann und Ulf Roeper u a. gehörten dazu und werden Multiplikatoren für den Randonneurgedanken in Deutschland

Anmerkung

Viele der Randonneure kamen auch von verschiedenen anderen sportlichen Disziplinen wie: Marathonlaufen, Rudern, Schwimmen, Bergsteigen, Tauchen, Triathlon und sogar vom Segelfliegen. Auch beim ersten PBP 1891 waren im Teilnehmerfeld viele gute Langstreckenschwimmer, Kanalschwimmer und Läufer mit einer besonderen Ausdauerfähigkeit.

1995

Mit ca. 30 deutschen Randonneuren startet ARA zum legendären 13. internationalen Paris-Brest-Paris Randonneur. 26 haben gefinished, darunter die erste deutsche Frau, Gertrud Koeder. Ein Erfolg, und ein erster Artikel erscheint in der tour. Erstellung des ersten nationalen PBP-Trikots für die deutschen Teilnehmer. Erstes 1000km RM Brevet in Hamburg mit 18 Randonneuren.

1996

Ein Jahr der Konsolidierung der Brevet-Szene.

1997

Die fünfte Super Randonneur-Serie in Folge in Hamburg.

Ausweitung der ARA Startorte: Peter Wylach (Berlin/Brandenburg) beginnt mit

der Organisation von ARA- RM-Brevets in den neuen Bundesländern.

Ein zweites 1000km RM Brevet wurde in Hamburg durchgeführt.


1998

Die sechste Super Randonneur-Serie in Hamburg.

Drittes 1000km RM Brevet in Hamburg. In Dülmen (NRW) findet das erste BRM statt.


1999: 14e Paris-Brest-Paris

Zum dritten Mal hintereinander organisiert ARA die Paris-Brest-Paris-Qualifikation und beteiligt sich mit 94 gemeldeten Randonneuren am „Mekka“ der Randonneure. 85 haben PBP gefinischt.

Wiederum doppelte Super Randonneur-Serie als Vorbereitung für PBP in Hamburg. Teilqualifikationen in Berlin/Brandenburg und Dülmen. Ein viertes 1000km RM Brevet gehörte wieder dazu. Die erste Damengruppe aus Deutschland ist am Start: bestehend aus Gertrud Koeder, Hermine Stampa-Rabe und Ulrike Frost. Ein spezielles deutsches PBP-Trikot wird wieder getragen.

 

„Wer einmal in seinem Leben Paris-Brest-Paris gefahren ist,

ist nicht mehr derselbe“

(aus Cyclotourisme 1999)


 

 

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aktuelles Organisations-Team ARA 2007

v.l.n.r. hinten: Uwe Krohne, Bernd Rakers, Karl Weimann, Jörg Linder, Jörg Beyreuther, Dr. Rainer Paffrath, Michael Koth, Stefan Landtau,

 

v.l.n.r. vorne: ,  Olaf Hilgers,  Peter Wylach, John Omlo, Heidi Weimann, Auli Czycholl, Claus Czycholl,.

o. Bild: Richard Kalkofen.


Funktions-Schwerpunkte im ARA Team

Claus + Auli Czycholl

Offizieller ARA Repräsentant. Partner und Korrespondent des AUDAX CLUB PARISIEN. RM Vertreter. Zentraler Koordinator der ARA Angelegenheiten. Organisation der Anmeldungen für die deutschen PBP - Teilnehmer 1995 - 2007. Mit -Organisator des 1. Flèche Allemagne 2005.


Dr. Rainer Paffrath

Organisator von Flèche Allemagne 2006, 2008. Betreuung der Homepage Flèche Allemagne, Entwurf des ARA - Trikots 2007 und Mitwirkung bei der Realisierung.


Michael Koth

Organisator von Flèche Allemagne 2006, 2008. Bearbeitung der SR Randonneur- und Randonneur 5000 Medaillenanträge.

Karl + Heidi Weimann

Betreuung der ARA Homepage. Trikotrealisierung und Vertrieb der ARA - Trikots 2003 und 2007.

Richard Kalkofen

Übersetzungen, PBP Anmeldeverwaltung 2003 und 2007, Pressekontakte, spezielle Aufgaben.



KRISE - ABGRENZUNG – IDENTITÄT

2000 Wer kann Paris-Brest-Paris von 1891 richtig interpretieren?

Im Jahr 2000 kam ein Streit über den richtigen Weg auf, - u.a. über Assoziation, Organisationsstrukturen, Selbstverständnis, Eigenständigkeit, Legitimation, ACP Akzeptanz, Identität und andere Inhalte. Das Prinzip der freien Assoziation von Brevet- Organisatoren bleiben wichtigste Prinzipien. Die Einfachheit und das niedrige organisatorische Niveau bei der Durchführung von Brevets bei gleichzeitiger Unabhängigkeit von Sponsoren und Firmeninteressen bleibt ein Grundsatzprinzip. Es wird von Einzelnen nicht verstanden, da andere Systeme unseres Lebens auf „weiter“, „schneller“, „höher“, „besser“ „teurer“ und auf Perfektionierung ausgerichtet sind. Formalistische Strukturen und „Bevormundung“, die den Erlebniswert der Brevets mindern, werden abgelehnt. In Deutschland, - dem Land der Vereine, wo es schon 544.701 e V. gab, (Stand

2000) sollte keiner mehr hinzukommen. Unsere Mitgliedschaft liegt bei den Randonneurs Mondiaux dem Weltverband der Randonneure. Wir sind gegen „Vereinsmeiers Bürokratie-Mehrkampf“. Nicht der e.V. mit seinen Strukturen und Satzungen ist das Entscheidene, sondern engagierte und handelnde Menschen, die von einer Sache überzeugt sind. Die Krise konnte überwunden werden, wenn auch mit Trennung von einem vorübergehenden Startort. Die 9. Super Randonneur Serie ist wieder ein Erfolg, diesmal mit den neuen ARA Startorten Fränkische Alb in Osterdorf und München; 43 Randonneure haben den Super Randonneur geschafft. Beginn einer erfolgreichen Brevetarbeit im Süden der Republik. Mit der ersten Super Randonneur-Serie im Süden Deutschlands beginnt eine nachhaltige, gute Aufbauarbeit.

2001

Neue ARA-Startorte. Gut verteilt über die Republik organisiert ARA mit zuverlässigen PBP Finishern und Organisatoren die Arbeit unter den Bezeichnungen: ARA Hamburg, ARA Berlin/Brandenburg, ARA München, ARA Nordbayern- Fränkische-Alb und ARA Hessen. Insgesamt nahmen die Teilnehmerzahlen bei den Brevets zu. 156 Teilnehmer bei 200km, 108 – 300km, 81 - 400km, 57 - 600km, – 23 1000km, - 3. Erstes 1000km RM Brevet in Nordbayern.

2002

Neue ARA Startorte am Niederrhein (NRW) und im Südschwarzwald mit den Organisatoren Michael Koth und Carsten Kienert, die neben Radfahren auch passionierte Langstrecken-Läufer sind. Für etliche Randonneure entfiel endlich auch die lange Anreise nach Hamburg (ökologische Gesichtspunkte spielten auch eine Rolle), um an den Brevets teilzunehmen. Neuorientierung. Zweites 1000km RM Brevet in Nordbayern mit 14 Teilnehmern.

2003 15e PARIS-BREST-PARIS 2003

Das ist das Jahr, in dem Audax Randonneurs Allemagne zum 4. Mal an Paris-Brest-Paris Randonneur teilnimmt. Knapp 190 Randonneure haben sich über 17 ARA für PBP qualifiziert und 185 haben die Distanz erfolgreich absolviert. ARA Köln/Bergisches Land und ARA Südschwarzwald haben sich mit der Organisation von Teilqualifikationen für PBP neu engagiert.

In Nordbayern und Niederrhein konnten die Randonneure zusätzlich den 1000km RM Brevet als PBP-Vorbereitung nutzen. Es gab 31 Teilnehmer, die homologisiert wurden.

Erneut wurde ein nationales PBP-Trikot erstellt, das die deutschen Randonneure in ihrer Vielzahl im internationalen Randonneurstrom von über 4000 Teilnehmern aus 28 Nationen bei Tag und Nacht als deutsche Randonneure erkennbar machte. Dr. Rainer Paffrath, PBP Finisher von 1999, beginnt in diesem Jahr in der Region Köln/Bergisches Land mit einem 200 und 300km Brevet seine Tätigkeit in der ARA Organisation.

Von 8 Startorten aus werden nun 36 RM Brevets von 200 bis 1000km durchgeführt, zu denen sich nahezu die doppelte Anzahl für PBP, verglichen mit 1995, anmelden konnten. Wesentlich mehr hätten sich für die „Olympiade der Randonneure“ qualifizieren können. Nach dem internationalen Klassement des ACP für die teilnehmenden Nationen für PARIS-BREST-PARIS Randonneur, hat ARA den 3. Rang erreicht. Der Sprung von 2 Teilnehmern 1991 auf ca.185 im Jahre 2003 war respektabel. Die kleine Frauenfraktion betrug beim Start in Paris 4 Personen. Homologisiert wurden davon drei, darunter die jüngste Teilnehmerin bei PBP 2003: die 18-jährige Deutsche Fiana Staib aus Bayern. Bei den Männern war der älteste deutsche Teilnehmer, Friedhelm Lixenfeld aus Hamburg, mit 72 Jahren zum ersten Mal dabei.

 

Anmerkung

2003

Das war aber auch das Jahr der Randonneure und PBP-Finisher Uwe Krohne, Christian v. Ascheberg, Stefan Landtau, Jörg Linder und Olaf Hilgers; sie haben Paris-Brest-Paris Randonneur zu ihrem persönlichen Erlebnis werden lassen und engagierten sich fortan bald als ARA Organisatoren.

200.001. 200km RM Brevet

Anlässlich des gefahrenen 200.001. 200km RM Brevet, verleiht Dominique LAMOULLER, Président de la Fédération Française de Cyclotourisme FFCT, weltweit 100 Ehrenmedaillen an verdiente Randonneure, die “Grands Randonneurs“. Darunter die deutschen Randonneure Michael Wiegand, Peter Wylach, Martin Kirschner, Karl Weimann und Claus Czycholl.

 

2004

Durch eine erneute bewusste Aufnahme von PBP- Finishern in das ARA-Organisatoren-Gremium erfolgte eine Ausweitung der Startorte nach Schleswig-Holstein–Kiel, Weserbergland- Hess. Oldendorf, Sachsen -Altenbach b. Leipzig, Niedersachsen-Wolfenbüttel, Baden-Württemberg-Rastatt, Emsland-Lohne (deutsch-holländ. Grenzregion). Das bedeutete eine Verbreitung der deutschen Randonneurbewegung in der ganzen Republik. Der „klassische Vierklang“ von 200-, 300-, 400- und 600km der Super Randonneur, wird zum jährlichen Pflichtprogramm vieler Randonneure. Heidi und Karl Weimann organiseren wieder ein 1000km BRM.

Auf den inzwischen obligatorisch gewordenen ARA Organisatorentreffen werden 1 - 2 Mal jährlich Beschlüsse diskutiert und gefasst. Auf dem Wankumer Orga-Treffen am Niederrhein, ist der Beschluss gefasst worden, Flèche Allemagne nach französichem Vorbild durchführen zu wollen – verglichen mit Flèche Velocio des ACP.

 

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2006

Beleuchtungskontrolle

Rund 80 Fahrer haben den Super- Randonneur geschafft und über 300 Randonneure haben sich an den 200km Brevets beteiligt. Sechs Super Randonneur- Serien wurden organisiert von ARA u.a. in Schleswig-Holstein, Hamburg, Hessen, Emsland, Niedersachsen und Nordbayern und das im wichtigen Vorjahr des nächsten P-B-P Jahres 2007! ARA Nordbayern führt sein 6. 1000km RM Brevet durch.


 

2007 16e PARIS-BREST-PARIS

Sammeln vor dem 16.ten PBP Start

Sammeln vor dem 16.ten PBP Start

2007…

Im vergangenen Jahr zeichnete sich schon ein vermehrtes Interesse für das bevorstehende Paris-Brest-Paris Randonneur ab. Alle ARA-Organisatoren führten die komplette Qualifikations-Serie durch für die bevorstehende „Olympiade der Randonneure“ - dem großen Fest der internationalen Radfahrer. Das waren 12 mal die Super Randonneur-Serie von 200 bis 600km. * in Hamburg wird sie im PBP-Jahr traditionell doppelt gefahren. In Nordbayern fand zusätzlich ein 1000km RM Brevet statt, es war das siebte 1000km Brevet. Ein fast explosionsartiges Interesse wird von allen ARA Startorten gemeldet. Über 675 Randonneure besuchten die 200km-RM Brevets und über 450 haben die Auszeichnung Super Randonneur und damit die Qualifikation für Paris-Brest-Paris erreicht. Knapp 400 deutsche Randonneure hatten sich für PBP gemeldet und 292 deutsche Randonneure haben PBP gefinisht. Der Magnet PBP zieht weltweit Randonneure an, auch vermehrt aus Deutschland. Das Brevetfahren und die Langstrecke sind trendy geworden, und das ist das Verdienst von ARA. (Wir sind ein wenig darauf stolz und wissen uns voll im Trend).

Das 16. Paris-Brest-Paris mit seinen 5300 gemeldeten Teilnehmern gilt als eines der schwersten seiner Geschichte, wegen sehr widriger Wetterverhältnisse vom Start bis zum Ziel, ein. 1229 km mit teilweise starkem Regen und Wind bei Tag und Nacht. ACP-Organisatoren sprechen vom schwersten PBP Randonneur seit 1956, da wundert es nicht, dass über 1700 Randonneure nicht ins Ziel kamen und abbrachen oder außerhalb der 90 Stundenfrist waren. Von 397 deutschen Randonneuren die sich gemeldet hatten, haben 292 gefinisht. Unseren herzlichen Glückwunsch!

 

Die Paris-Brest Teilnehmer werden in 8 Sprachen begrüßt

 

 

Vor dem Start zum 16. Paris-Brest-Paris Randonneur in St. Quentin en Yvellines

 

Paris – Brest – Paris 2007

- oder die Mutter aller Prüfungen

Beginnen ist Stärke, vollenden können ist Kraft!

Laotse, 4 -3 Jahrh. v. Chr.

Dieses 16te PBP war schon bemerkenswert und unterschied sich von den - vorausgegangen doch sehr! Es wird allen Teilnehmern als ein ganz besonderes Abenteuer in Erinnerung bleiben: Weißt Du noch- damals PBP 2007? Wer hätte es gedacht, dass mal nicht die Sonne scheint in Paris? Von Dauerregen war nie die Rede bislang- das war die eigentliche Überraschung. Waren doch die letzten vier PBP, die ich miterlebt habe, bestimmt von Sonne und Wärme (außer nachts natürlich)- Die - erzählten und geschriebenen Erfahrungen- waren in der Tendenz als hart mit unzähligen Hügeln beschrieben worden. Die Sonnencreme und nicht die Regenjacke dominierte als wichtigstes Utensil. Aber wir Randonneure wissen, dass Brevetfahren kein Hallensport ist. Wir rechnen auch mit Regen. Dass PBP die Herausforderung für einen Randonneur schlechthin ist, hat sich erneut bestätigt. Wie eine Naturgewalt hat sich die alte Diva aufgebäumt und sich dagegen gewehrt, von jedem erobert zu werden. Es gilt auch diesmal- eigene Grenzen wurden verschoben, bisherige Erfahrungen wurden um neue Dimensionen bereichert. Das ist bei mir und vielen anderen Randonneuren auch so eingetreten.

 

Dank an den Audax Club Parisien. Dank an Pierre Theobald und Jean-Gualbert Faburel stellvertretend für die vielen großen Helfer auch hinter den Kulissen, die zum Gelingen des 16ten PBP beigetragen haben. Danke für die exzellente Organisation, - wir Randonneure wissen die Arbeit zu schätzen. Es war wieder wunderbar, dabei gewesen zu sein - bei der Olympiade der Randonneure.

 

Vielen herzlichen Dank und weiterhin Bon Courage ACP !

Claude Lepertel, Pierre Theobald und die vielen Helfer des PBP 2007

P a r i s - B r e s t - P a r i s  m u s s  w e i t e r l e b e n, wir freuen uns schon auf 2011!

Bon Courage et Bonne Route im Namen der Randonneure und des ARA Teams

Claus Czycholl

Audax Randonneurs Allemagne

 

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