Hamburg

Gründungsjahr: 1992 (Claus Czycholl)

Organisatoren: Carsten Block, Detlef Boie (seit 2022)

ACP-Code: 111002

Kontakt: brevetsathamburg [punkt] de (brevets[at]hamburg[dot]de)

Start und Ziel 200, 300, 600 und 1000km: Bäckerei Caglar, Vierländer Damm 9, 20539 Hamburg.

Startort: 400km: Klabauter-Theater, Jungestraße 7a, 20535 Hamburg.

Anmeldung ab dem 2. Januar 2026 hier auf der Seite. Keine Sorge, letztes Jahr hat jeder einen Startplatz bekommen.

Zur Anmeldung

 

Brevets 2026

28. März 2026, 8:00 Uhr (200km, 1000hm): „Göhrde-Heide-Brevet“

Einige habe vielleicht noch erfrorene Finger und Füße aus dem Jahr 2023, als wir diese Strecke das letzte Mal gefahren sind. Weit unter 10 Grad, starker Regen und später Sturm machten dieses Brevet zu einer echten Prüfung. Besonders „positive Rückmeldungen“ bekamen wir damals für das Stück zwischen Hunden und der Elbe bei starkem Gegenwind. Wir sahen es so: man konnte bei 15 km/h auch mal das kleine Blatt und die größeren Ritzel nutzen.

Im Jahr 2026 wird es aber bestimmt besser, erstens fahren wir andersherum und zweitens fällt das Stück über Hunden weg. Vom Start geht es durch die Vier- und Marschlande über die Elbbbrücke Geesthacht und die bekannte Strecke über Brietlingen, Scharnebeck und Neetze nach Dahlenburg zur ersten Kontrolle. Danach geht es durch die menschenleere Göhrde über Bienenbüttel in die Heide zum Schafstall in der Wacholderheide zur zweiten Kontrolle. Zurück geht es hügelig über Amelinghausen, Raven, Salzhausen und Stelle.

18. April 2026, 7:00 Uhr (300km, 1200hm): „Von Hansestadt zu Hansestadt“ 

Nachdem die Bremer bei ihrem 300er letztes Jahr Hamburg einen Besuch abgestattet haben, ist es Zeit für einen Gegenbesuch. Vom Start geht es zunächst über die Harburger Berge, Hollenstedt immer parallel zur A1 nach Bremen-Borgfeld in den schönen Wümmewiesen. Von dort überqueren wir die A7 bei Oyten und nach ein bisschen größeren Straßen rund um das dodenhof-Einkaufszentrum Posthausen bewegen wir uns danach auf fast menschenleeren Wirtschaftswegen und Straßen südlich an Rotenburg/Wümme vorbei nach Bispingen. Von dort geht es auf bekannten Wegen über Salzhausen und Winsen zur Elbbrücke Geestacht zur letzten Kontrolle, der allseits beliebten „Kontrolle Gabi“ rund 30km vor dem Ziel. Dort mental aufgebaut und durch Leckereien gestärkt, radelt es sich fast wie von selbst durch die Vier- und Marschlande zur Bäckerei Caglar zurück.

09. Mai 2026, 5:30 Uhr (400km): „Norddeutscher Rollerklassiker“ 

In keinem Jahr von ARA Hamburg darf eine klassische Strecke von Claus Czycholl fehlen. So auch nicht im Jahr 2026. Vom Start geht es über Großensee und Berkenthin zur Nordspitze des Ratzeburger Sees und von dort nach Rehna zur ersten Kontrolle. Nun drehen wir nach Süden, passieren den Schaalsee auf der Ostseite bevor wir Zarrentin erreichen. Von dort geht es über Vellahn und Neuhaus zur Elbe auf die Fähre Tanja (Gerüchte besagen, diese soll durch ein neueres Modell ersetzt werden; hier wäre eine Petition sinnvoll: Rettet Tanja!)). Nach der Fährfahrt überwinden wir die Göhrde und erreichen nach Überquerung des Elbe-Seitenkanals Hankensbüttel. Dann folgen die langen Geradesauspassagen durch die Heide über Weyhausen, Unterlüß und Hermannsburg nach Bergen. Dann drehen wir nach Norden und rollen über Bispingen, Evendorf, Hanstedt und Stelle nach Hamburg zurück. 

20. Juni 2026, 7:00 Uhr (600km): „Auf nach Magdeburg“

Lange haben wir nach einer schönen Strecke für eine dritte 600km-Strecke gesucht. Beim Abfahren des spontanen 1200km-Brevets HDH im Jahr 2025 fiel es uns dann wie Schuppen von den Augen. Mit dem Biosphärenreservat Elbe haben wir eines der schönsten Landschaften Deutschlands direkt vor der Tür, da liegt es nahe, über den Elbe-Radweg mal Magdeburg einen Besuch abzustatten. Aber von vorne. Nach dem Start in Rothenburgsort fahren wir zur Elbbrücke Geesthacht, überqueren diese und folgen der Elbuferstraße nach Bleckede. Von dort weiter über Nau-Darchau, Kniepenberg und Hitzacker nach Dömitz. Dort wechseln wir wieder die Elbseite und fahren über Lenzen nach Wittenberge. Dort ist hoffentlich die Autobahnbrücke fertig und wir können mit wenig Verkehr über die alte Brücke Richtung Süden abbiegen und über Werben und Torgau zum Wasserstraßenkreuz fahren, wo wir die Elbe über die Wasserbrücke queren. Über die wunderschönen Elbwiesen fahren wir dann in Magdeburg ein. Dort müssen wir dann einmal durch die Stadt auf dem Weg nach Schöningen und Schöppenstedt. Dort beginnt der einzige lange Anstieg des Brevets über den sagenumwobenen Elm, gefolgt von der langen Abfahrt nach Königslutter. Über Wolfsburg, Hankensbüttel und Evendorf geht es dann wieder über Stelle nach Hamburg.

9. Juli 2026, 18:30 Uhr (1000km): „HBWH:  Hamburg - Brocken - Wasserkuppe - Hamburg“ 

Nachdem die Erstbefahrung im letzten Jahr erfolgreich und die Teilnehmer durchweg zufrieden waren, wird es den 1000er im Jahr 20206 wieder geben. Allerdings fahren wir andersherum und es gibt ein paar Änderungen:

Vom Start geht es über Geesthacht in die Göhrde und zur ersten Kontrolle nach rund 100km in Uelzen. Anschließend geht es nachts durch Hankensbüttel, Wolfsburg und Königslutter zur zweiten Kontrolle nach Wernigerode. Dort beginnt der längste Anstieg des Brevets auf den Brocken, den die Ersten zum Sonnenaufgang und die Langsameren hoffentlich vor Einsetzen des Auto- und Wanderverkehrs erreichen. 

Nach der Abfahrt verlassen wir den Harz über Hohegeiß und fahren wellig nach Mühlhausen. Nach der Überquerung des Hainich erreichen wir die Werra, der wir rund 40km folgen, ehe wir links abbiegen und nur leicht hügelig Bad Salzungen erreichen. Dort beginnt auch schon die Rhön mit mehreren Anstiegen und über Tann zur Wasserpuppe führen. Nach der Abfahrt und einem kurzen Stück des Milseburgradwegs inkl. Tunnel fahren wir diesmal nicht hinab nach Fulda, sondern bleiben in der Rhön. Die Fulda erreichen wir nach ein paar kurzen und moderaten Anstiegen erst bei Bad Hersfeld. Dieser folgen wir für 30km bis Rotenburg an der Fulda. Von dort sind mehrere längere Steigungen zur Durchquerung der Kasseler Berge zu überwinden, diesmal mit einer Zwischenkontrolle und Möglichkeit zur Verpflegung in Hessisch Lichtenau. Gegen Ende der Etappe werden die Anstiege kürzer bevor wir Gieboldehausen erreichen. Von dort sind nur noch kleinere Anstiege bis Seesen zu erklimmen und in Salzgitter haben wir die norddeutsche Tiefebene erreicht, die wir allerdings noch 200km bis Hamburg durchqueren müssen. 

 

Kosten:

  • Unkostenbeitrag je Brevet: 3 Euro (zahlbar zwei Wochen nach Erhalt der Bestätigungsmail, ansonsten verfällt der Platz unwiderruflich)
  • Medaille je Brevet: 8 Euro (muss nicht bei Anmeldung, sondern erst nach erfolgreichem Brevet gezahlt werden)

 

Digitale Brevetkarte (DBK):

Es würde uns freuen, wenn möglichst viele Randonneure die DBK nutzen, gerade im Jahr nach PBP zum Ausprobieren. Die DBK macht für uns als Organisatoren die Abwicklung und insbesondere die Erstellung der Homologationslisten einfacher und schneller. Alle Infos zur App findest du in dieser Anleitung. Weiterhin ist natürlich auch ein Start mit der klassischen Stempelkartekarte möglich, die ohnehin jeder Teilnehmer für den Notfall (sollte das Smartphone ausfallen) und als Andenken erhält.

 

 

„Wir machen Menschen glücklich",

oder international „we make people happy” würde wohl nach dem letzten Wochenende der Werbespruch oder Slogan lauten, wäre ARA Hamburg ein Unternehmen. Denn wie das obige Bild zeigt, haben wir mit dem Superbrevet Hamburg-Dresden-Hamburg (HDH), der vom 2. bis bis 6. Oktober 2025 stattfand, zumindest diese sechs Randonneure glücklich gemacht. 

Aber von vorne.

Zum Sonnenaufgang eines wunderschön sonnigen Herbsttages starteten am Donnerstagmorgen um 7:00 Uhr 31 furchtlose Randonneure aus verschiedenen Ländern zur ersten Austragung des 1200 km - Brevets von Hamburg nach Dresden und zurück. Zwar waren die ersten beiden Tage windstill, sonnig und mit Höchsttemperaturen von 17 Grad für Oktober angenehm warm, deutlich einstellige Temperaturen in der ersten und zweiten Nacht waren jedoch schon herausfordernd. Leider fegte das Tief „der fiese Detlef“ (Zitat einer großen Zeitung, weder verwandt noch verschwägert mit unserem Detlef von ARA Hamburg) Sonne und schönes Wetter davon und ersetzte dies durch Sturm und ergiebigen Dauerregen. Einzig netter Zug vom „fiesen Detlef“ war, dass der Sturm aus südlicher Richtung und damit von hinten kam. Aber wie Claus Czycholl immer sagte, „Brevetfahren ist kein Hallensport“. Selten war dies so zutreffend.

Trotz dieser widrigen Bedingungen erreichten 18 verwegene Randonneure das Ziel. Hochachtung haben wir aber vor allen Startern, die sich zugetraut haben, im Oktober ein solches Unterfangen in Angriff zu nehmen. 

Nun heißt es erholen, idealerweise für die Brevets von ARA Hamburg im nächsten Jahr. Die Termine und Strecken werden wir hier in Kürze bekanntgeben.

Carsten /Detlef

 

In eigener Sache:

Wir wurden bereits gefragt, ob wir HDH ggf. noch einmal anbieten werden. Hierauf haben wir selbst noch keine Antwort. Die Rückmeldungen der Teilnehmer waren durchaus positiv, auch wenn es sicher noch Optimierungspotenzial gibt. Eine Hoffnung müssen wir aber auf jeden Fall zerschlagen: Wir befürchten, dass im kürzlich beschlossenen 500 Mrd. Euro Infrastruktursondervermögen kein Geld für die Asphaltierung der zahlreichen Kopfsteinpflasterpassagen vorgesehen ist. 

Dafür spricht, dass es auch Superbrevets geben sollte, die nicht immer länger werden oder immer mehr Höhenmeter aufweisen. Dieses Brevet wäre zu einer normalen Jahreszeit auch für Einsteiger oder Fahrer ohne Tadej Pogačar - Gene geeignet. Dagegen spricht, dass Berge auch ihre Reize haben, insbesondere wegen der Aussichten und vielen Sehenswürdigkeiten, die in eher bergigem Terrain liegen. 

Nächstes Jahr werden wir daher „nur“ unser 1000 km - Brevet anbieten. Da 2027 PBP stattfindet wird es eine Neuauflage frühestens 2028 geben. Aber schreibt uns gerne, wenn ihr Anregungen oder Wünsche zu einer Wiederauflage habt.